"Steh auf und geh!" - Weltgebetstag der Frauen 2020

Mit großer Beteiligung fand der Weltgebetstag 2020 in der ev. Stadtkirche in Grötzingen statt.

"Steh auf und geh!" lautete das Motto. Es soll motivieren Dinge anzugehen um weniger gute Lebensbedingungen zum Besseren zu wenden. Ganz nach Johannes 5:2-9a, Die Heilung des Gelähmten am See Betesda. "Steh auf, hebe deine Matte hoch und geh umher! Sofort wurde der Mensch gesund, hob seine Matte hoch und ging umher."

Wir begrüßten uns in der Sprache der Shona:"Kwaziwais" und in der Sprache der Ndebele: "Salibonai".

Die Lebensbedingungen der Menschen in Simbabwe sind sehr schwer. Frauen erleben häusliche Gewalt,Polygamie und Diskriminierung. Mädchen werden früh zwangsverheiratet. Eltern und Großeltern leben teilweise nicht mehr oder sind umgekommen. Die jetzige Generation hat Schlimmes erlebt und ist auf sich alleine gestellt. Kinder müssen sich um Kinder kümmern.  Es gibt zu wenig Psychologen um Traumata zu bearbeiten. So werden die Älteren, die die bewaffneten Konflikte überlebten, geschult Jüngeren zuzuhören, damit sie weiter ihren Weg gehen können.

Wir verbinden uns mit den Menschen in allen Provinzen von Simbabwe und überall auf der Welt, beten für sie und unterstützen Projekte, die Ihnen helfen die Bedingungen für Frauen und Kindern zu verbessern.

Roswitha Winkler für das Team

Weltgebetstag 2017

Mabuhay (herzlich willkommen zum Weltgebetstag 2017 von den Philippinen), hieß es am Freitagabend, 3.3., in der katholischen Kirche „Maria Hilfe der Christen“ in Aichtal-Grötzingen.

Alle Besucherinnen und Besucher wurden mit dem „roten Band der Sympatie“ an der Kirchtür empfangen. Mit Keyboard, Trompete und 2 Gitarren wurde das Singen im Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis.
Gleich am Anfang erhielten wir Einblick in die Lebenwirklichkeit der Menschen auf den Philippinen durch beeindruckende Bilder.
Reis spielt auf den Philippinen eine große Rolle. Es ist das wichtigste Grundnahrungsmittel für die Menschen. Auf den Reisterrassen von Banaue im Norden, die zum Weltkuturerbe der UNESCO gehören, wird seit 2000 Jahren Res angebaut. Der Reisanbau wurde als Partnerschaft zwischen Göttern und Menschen betrachtet. Bis heute ist ein Tag ohne Reis unvorstellbar. Doch er ist mehr als ein Mittel um Hunger zu stillen. Das Wort Reis bedeutet auch Leben. Reis verbindet die Menschen. Sie leben davon.

Der Gottesdienst, der WELTWEIT am gleichen Tag gefeiert wird, wurde verfasst von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen des Inselstaates Philippinen. Beteiligt waren evangelisch-Lutherische, episkopale, römisch-katholische, methodistische und babtistische Frauen. Frauen der Heilsarnee der United Church of Christ in the Philippines (UCCp), der Unabhägngigen Philippinischen Kirche und der Igesia.

Die philippinischen Christinen rücken das Thema Gerechtigkeit ins Zentrum der Liturgie. Das Motto lautete: „Was ist den fair?“
Unter Bezug auf das biblische Gleichnis ' Der Arbeiter im Weinberg' (Mt 20, 1-16) erzählen die Frauen von den Folgen nationaler und globaler Ungerechtigkeit.

Im Anschluss an die Lesung, stellen uns die philipinischen Christinnen eine Tradition der indigenen Bevölkerung vor, da Dagyaw (ausgesprochen Dagjau) das bedeutet: gemeinschaftliches Arbeiten auf den Reisfeldern und anschließendes Teilen der Ernte.
Als Erinnerung an diese Besonderheit bekamen alle Gottesdienstbesucher ein Reistütchen mit, um den Inhalt unter ihren Reis zu Hause zu mischen. Was dann passiert bleibt bis zum eigenen Erleben eine kleine Überraschung.

Das Opfer kommt verschiedenen Projekten auf den Philippinen zugute. Organisationen wie Metsa in Davao oder MTWRC un Cotabato unterstützen Frauen im ländlichen Raum bei Anbau und Verkauf ökologischer Lebensmitel. Das stärkt das Selbstbewusstein der Frauen und ihre Position in der Familie.

Im neuen Gemeindehaus, wurden wir im Anschluss an den Gottesdienst freundlich empfangen und lebten lebendige Gemeinschaft im Gespräch bei wunderbarem Tee, philippinischem Reiskuchen = Bilingka-Kuchen, Kokosmakronen, Popcorn und Schokohills.

46 Händen sei Dank für die Vorbereitung, Durchführung und Unterstützung.

Im Jahr 2018 steht Surinam (das kleinsten Land Südamerikas) im Mittelpunkt. Sein englischer Titel lautet "All God’s Creation Is Very Good!". Gefeiert wird dann am Freitag, den 2. März 2018, in der evangelischen Kirche in Aichtal-Grötzingen. Eingeladen sind: Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche.

Roswitha Winkler

Weltgebetstag 2016

Begreift ihr meine Liebe? 

- Weltgebetstag zu Leben der Frauen auf den Bahamas

Der diesjährige Gottesdienst für den Stadtteil Aichtal-Grötzingen, fand in unserer kath. Grötzinger Kirche „Maria Hilf“ statt. Die Gottesdienstordnung verfassten Christinnen von den Bahamas. Vor Ort übernahmen Frauen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Grötzingen die Verantwortung für die Organisation, Umsetzung und Ausgestaltung.

Die Ortsteile Aich und Neuenhaus begehen gemeinsam einen eigenen Gottesdienst, ebenso wie die Teilgemeinde Filderstadt-Harthausen und andere Orte unserer Seelsorgeeinheit.

Der Weltgebetstag ist eine große Basisbewegung in über 170 Ländern. Frauen unterschiedlicher Konfessionen bereiten den Gottesdienst gemeinsam vor – im Schwerpunktland und weltweit vor Ort. Jedes Jahr gibt es ein anderes Schwerpunktthema und -land (z.B. Philippinen 2017, Surinam 2018, Slowenien 2019, Simbabwe 2020).

Von den 700 Koralleninseln der Bahamas sind nur etwa 30 bewohnt. Die meisten der insgesamt 370.000 Einwohner leben auf der Insel New Providence in der Hauptstadt Nassau (ca.250.000) und in Freeport und Grand Bahama (52.000).

Die Bahmas sind ein überwiegend christliches Land, neun von 10 Menschen gehören einer der zahlreichen Kirchen an: Baptisten (35%), Anglikaner (15%), Röm.-Katholisch (14%), Methodisten, Angehörige von Pfingstkirchen und nicht-konfssionellen Kirchen. Die christliche Religion prägt das Alltagsleben und die Verfassung garantiert Religionsfreiheit.

Im Gottesdienst konnten wir 17 Inseln vorstellen: Insel Andros, Insel Eleuthera, Insel Exuma, Insel Inagua, Insel Bimini, Insel Abaco, Insel Acklins, Insel Gran Bahama,Insel Long Island, Insel Cat Island, Insel Crooked Island, Insel Berry Island, Insel Ragged Island, Insel San Salvador, Insel Mayaguana, Insel New Providence, Insel Harbour Island.

Wir beteten für die jugendlichen Mütter, für HIV- und Aids-Infizierte, Betroffene von häuslicher Gewalt, Brustkrebs, Armut und für Migranten.

Die Verkündigunggruppe brachte uns die Lesung Joh 13, 1-17 in Wort und Gestalt näher (Der Text handelt davon, wie Jesus den Jüngerinnen und Jüngern die Füße gewaschen hat.

So wundert es nicht, dass wir schon beim Betreten der Kirche mit Füßen konfrontiert wurden und im Gemeindehaus, von fleißigen Händen gefertigt, gebackene Füße zum heißen Tee serviert bekamen.

Bei guten Gesprächen, ließen wir den Abend ausklingen, voller Freude auf das nächste Weltgebetstagsland.

Ein herzliches „Vergelt's Gott“, allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses schönen Abends, über Konfessionsgrenzen hinweg beigetragen haben.

 

Roswitha Winkler